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Carl Spitzweg: Der Liebesbrief (1846)

1846

completed

1989

stolen

24

longest side (cm)

1

est. value ($ mill.)

Carl Spitzwegs "Der Liebesbrief"

Das Ölgemälde von Carl Spitzweg “Der Liebesbrief” ist 1846 fertiggestellt worden. Es besitzt die Maße 24 x 21cm und wurde am 4. September 1989 aus dem Berliner Schloss Charlottenburg von zwei Männern gewaltsam geraubt. Das Gemälde ist seitdem mit dem ebenfalls geraubten Kunstwerk Spitzwegs “Der arme Poet” spurlos verschwunden. Spitzwegs Bilder sind meist klein, da er oft die Rückseiten seiner Zigarrenkisten für seine Momentaufnahmen als Leinwand verwendete.

Beschreibung “Der Liebesbrief” von Carl Spitzweg

Abgebildet sind zwei sitzende Damen an einer Hausmauer. Die jüngere Dame hat dem Betrachter den Rücken gekehrt und hält ein Buch in der Hand. Anscheinend liest sie der älteren Dame etwas vor. Am Tisch gelehnt steht eine Art Webstuhl bzw. Nähutensilien. Weiter hinten lugt ein Postbote hinter der Hausmauer vor, grüßt mit einem Zylinderhut, in der Hand ein Brief haltend. Der Brief besitzt einen roten Siegel.

Kunstraub in Berlin: “Der Liebesbrief” bis heute verschollen

1989 wurde das Gemälde für die Ausstellung ‘Kunst des Biedermeier’ an das Charlottenburger Schloss ausgeliehen. Dort hing es bis zum 4. September im ‘Saal der Romantiker’ neben dem Ölgemälde ‘Der arme Poet’, einem weiteren sehr bekannten Werk Spitzwegs. An jenem schönen Herbstsonntag mischten sich zwei Männer – einer im Rollstuhl (mit Aufkleber ‘Null Problemo’), der andere als sein Betreuer – unter die Besucher. Plötzlich stürzten sie sich auf die Bilder, rissen sie von der Wand und brachten sie unter tumultartigen Szenen aus dem Gebäude. Ein Aufseher wurde dabei niedergeschlagen. Für die Rückgabe hatte der damalige Museumsleiter den Tätern 50.000 DM angeboten – vergeblich: Beide Gemälde sind seit dem Raub spurlos verschwunden – ohne Hinweise darauf, wo ihr Aufenthalt sein könnte.